Gesunder Schlaf

Um einen gesunden Schlaf entwickeln zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viel Stunden an Schlaf man selbst benötigt. Prinzipiell ist es so, dass mit zunehmendem Alter auch die Länge des täglich benötigten Schlafes abnimmt – so braucht ein Säugling etwa sechzehn Stunden Schlaf Pro Tag, während Kleinkinder ein Schlafbedürfnis von elf bis dreizehn Stunden aufweisen. Teenager und Jugendliche benötigen etwa neun Stunden täglich, während Erwachsene mit etwa einem Drittel pro Tag, also acht Stunden an Schlaf gut auskommen. Nach dem 50. Lebensjahr sinkt das Schlafbedürfnis oftmals unter die sechs Stunden Grenze pro Tag ab. Diese Werten stehen für den Durchschnittswert an errechneten benötigten Stunden, damit der Körper sich regenerieren kann und stellt einen Richtwert, für die Schlafdauer innerhalb einer gesunden Schlafperiode dar. Je mehr und je länger wir arbeiten, desto kürzer werden die Tage für uns, doch die Aufgaben, welche wir uns selbst auferlegt haben und/ oder durch den Job auch ins Privatleben mittragen, werden nicht weniger. Die Liste der zu erledigenden Dinge nicht kürzer. Was zu kurz wird, ist der Tag, der uns zur Verfügung steht, um all das zu erledigen, was jeden Tag aufs Neue ansteht. Um rechtzeitig alles zu erledigen, mit allem fertig zu werden und Abgaben pünktlich einhalten zu können, bleibt dann meistens nur ein Ausweg – dem Körper ein paar Stunden an Schlaf entziehen und die Nacht durcharbeiten.

Leider ist das aber nicht so einfach wie das klingt, da dem menschlichen Körper nur eine begrenzte Energiereserve zur Verfügung steht, die durch den Schlaf geschützt wird. Im Schlaf schaltet der Körper seine Funktionen auf ein Minimum, damit er sich regenerieren und neue Energien sammeln kann. Die Körpervorgänge, wie Atmung und Puls, verlangsamen sich, der Blutdruck sinkt und die Körpertemperatur fällt um ein paar Zehntel Grade ab. Diesen Prozess braucht der Körper jeden Tag als Erholungs- und Aufbauphase, um Resistenzen aufzubauen und das Immunsystem zu stärken. Die Folgen von regelmäßigem Schlafentzug wären demnach mehr oder weniger starke Beeinträchtigungen bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen, sozialen und psychischen Problemen. Und so entstehen Schlafstörungen, welche Folgekrankheiten aufweisen.

Tipps zur Verbesserung des Schlafverhaltens

Wenn man von gesundem Schlaf spricht, dann kommt es dabei nicht nur auf die tägliche Schlafdauer an, sondern vor allem auch auf die Schlafqualität. Diese setzt einige wichtige Punkte voraus wie beispielsweise, den Schlaf in einem nicht geheizten, kühlen Raum zu vollziehen, der so wenig Licht wie möglich in den Schlafraum dringen lässt und relativ ruhig ist (vor allem im Vergleich zu den anderen Räumen), damit ein rasches Einschlafen erfolgen kann. Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines qualitativ hochwertigen Schlafes, ist die Beschaffenheit der Matratze, welche nicht nur angenehm und gemütlich sein soll, sondern auch den Kopf und den Rücken ausreichend gut stützt.

Vor dem zu Bett Gehen ist es wichtig, auf Genussmittel zu Verzichten – zu diesen zählen Alkohol, Zigaretten, das Trinken von Kaffee oder das zu sich nehmen von schwerem Essen, denn sie können den Prozess des Einschlafens schwierig machen und zu dem auch für einen unruhigen, unausgelasteten, unentspannten Schlaf sorgen. Deshalb sollte in den Stunden vor der Nachtruhe auf diese Dinge verzichtet werden und grundsätzlich eine Umstellung der Ernährung stattfinden, die gewährleistet, dass nach 20 Uhr nur noch leichte Kost verzehrt wird. Weiters interessant ist die so genannte 20-Minuten-Regel, welche besagt, dass man, wenn man nach 20 Minuten noch nicht zur Ruhe gekommen ist und permanent nicht einschlafen kann, einfach wieder aufstehen soll und ein paar Minuten entspannt liest, eine Tasse Tee trinkt oder ruhige Musik liest. In dieser Zeit sollte man Grelles Licht oder gar das Einschalten des TV-Gerätes vermeiden, da dieses Handlungen dem Gehirn signalisieren, dass die Wachzeit beginnt und so kann es sich schwer umstellen und das Einschlafen wird noch schwieriger und ein gesunder Schlaf kann nicht gewährleistet werden.

Ein sehr wichtiger Punkt um den eigenen Schlafrhythmus zu bestimmen ist auch vor allem das herausfiltern und analysieren von Schlafphasen; den Uhrzeiten, zu welchen zu Bett gegangen wird und der Regelmäßigkeit des eigenen Schlafes. Denn, Schlafrhythmus, Schlafmenge und Schlafqualität spielen eine lebenswichtige Rolle, weil sie die menschliche Gesundheit beeinflussen und dadurch auch die Lebenserwartung eines Menschen.